Anna Bergamotto

Kompetenztrainerin und Reittherapeutin, unter anderem im Jugendgefängnis

Studentin der Psychologie

Heilpraktikerin ausschließlich für Psychotherapie

Horse Assisted Coach 

Finanzwirtin (College of Business)

 

Neben meinen beruflichen Qualifikationen, die mir ein wenig Theorie vermittelten zu dem, was uns zu Menschen macht und wie wir damit umgehen können, greife ich auf eigene wertvolle Erfahrungen zurück, um für andere da zu sein.

 

 

Echte Lösungen für bestimmte Herausforderungen im Leben werden oft dadurch verhindert, dass wir uns selbst für unsere Wünsche und Bedürfnisse verurteilen oder Angst davor haben, dass es andere tun könnten, wenn wir sie erfüllen. Manchmal erkennen wir unsere wahren Bedürfnisse gar nicht und sind frustriert, wenn unsere Bemühungen keine Ergebnisse erzielen. In beiden Fällen bleibt der innere Schmerz und wir werden unter Umständen ernsthaft seelisch oder körperlich krank.

Die Ereignisse in meinem eigenen Leben haben mir immer wieder bewiesen, dass Mut und Offenheit sowohl sich selbst gegenüber als auch für kreative Lösungsmöglichkeiten dazu führen, dass Krisen nicht nur überwunden werden können, sondern dass man daran kräftig wächst.

 

 

Dass Veränderung möglich wird, wenn man annimmt anstatt zu verurteilen, zeigt sich ganz deutlich in der Arbeit mit bereits Verurteilten im Gefängnis. Aus der respektvollen Begegnung auf Augenhöhe entsteht Erleichterung darüber, „gesehen zu werden“ und wächst der Mut, neue Strategien zu wagen. Sein zu dürfen führt dazu, den Willen zu entwickeln und daraus Kraft zu schöpfen etwas nachhaltig zu verändern. Etwas, das uns in Krisenzeiten eint.

Nicht zuletzt habe ich meinen eigenen Tätern vergeben, weil sie den Mut aufbrachten, mich darum zu bitten. Auf diese Weise habe ich vor langer Zeit meinen eigenen Schmerz und den ihren beendet.

 

 

All diese Erfahrungen bedingen, dass meine Arbeit geprägt ist von tiefster Wertschätzung, Lebendigkeit und Strukturiertheit. Ich liebe es, der Wildheit einen Rahmen zu geben, in der sie sein darf und ihre Schönheit zum Ausdruck bringen kann. All dies steht im Einklang mit Verbundenheit zu sich selbst und zu anderen auf dem Nährboden der (Selbst)Sicherheit.

Sich in seiner Haut wohl zu fühlen, weil man in der Welt sein darf und sich darin zurecht findet, ist das übergeordnete Ziel.